Im Botanischen Zeichnen werden unterschiedlichste Techniken eingesetzt. Jede Technik hat seine eigenen Vorteile, benötigt spezielle Arbeitsweisen und ist wieder auf eine andere Art faszinierend. Wir zeichnen am Anfang wenn immer möglich vom Original, arbeiten aber auch mit Fotos oder getrocknetem Material. Ein Kaktus lässt sich gut über mehrere Tage hinweg abzeichnen, eine Blüte sieht möglicherweise schon nach einer Stunde komplett anders aus.

Bleistift

Mit sehr wenig Material kommt man bei Bleistiftzeichnungen aus: Ein paar Bleistifte unterschiedlicher Härtegrade, Radier- und Knetgummi, ein guter Spitzer und natürlich feines Papier – mehr braucht es nicht. Bleistiftzeichnungen legen mit dem Breiten Spektrum an Graustufen den Fokus auf Form und Muster der Pflanze, das Auge wird nicht durch Farbe abgelenkt. Mit Bleistift ist es möglich, sehr präzise zu zeichnen, da die Bleistiftspitze lange spitz bleibt.

Farbstift

Farbstiftzeichnungen aus geübter Hand liegen farblich sehr nah am Original. Technisch sind Farbstifte ein Stück anspruchsvoller, da neben der Form und Schattierung ebenfalls die Farbe stimmen muss. Wir arbeiten mit qualitativ hochwertigen Farbstiften wie den Polychromos von Faber Castel, Pablo von Caran d’Ache oder Derwent Artist.

Aquarell

Aquarellfarben haben eine enorme Leuchtkraft. Wie Farbstifte wird das Bild in gut überlegter Reihenfolge gezeichnet, hier die hellen Farben zuerst, bevor dunklere Farben und Details auf feines, saugfähiges Aquarellpapier aufgetragen werden.

Gouache und weitere

Gouachefarben sind wie Aquarellfarben wasserbasiert. Da sie aber deckend sind, ergibt sich eine ganz andere Arbeitsweise beim Schichten von verschiedenen Farben. Die Mischungen sind etwas weniger leuchtend als bei Aquarellfarben, was sich gerade für Pflanzen, die leicht wachsig sind, sehr gut eignet.